Es ist normal verschieden zu sein! - DEPRESSION

Eine der häufigsten psychischen Erkrankungen ist die 

Depression

Im Laufe seines Lebens leidet ca jeder vierte unter einer depressiven Erkrankung. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Depressionen können in jedem Lebensalter auftreten, oft in Kombination mit einer weiteren psychischen Erkrankung wie z.B. einer Angsterkrankung oder auch einer körperlichen Erkrankung.

Was ist eine Depression?

Sich niedergeschlagen fühlen, über einen gewissen Zeitraum hinweg einfach nicht „gut drauf“ sein, kennen wir alle. Auch Zeiten der Trauer, aus einem bestimmten Anlass sind uns nicht fremd. Eine Depression unterscheidet sich jedoch von diesen allgemein bekannten Stimmungstiefs. Die Beschwerden sind ausgeprägter. 

Als Hauptsymptome einer Depression gelten:

  • sich niedergeschlagen, deprimiert fühlen oder gedrückter Stimmung sein
  • Interessenverlust an Dingen, die zuvor Freude bereitet haben, Unfähigkeit Freude zu empfinden
  • sich nur sehr schwer zu etwas aufraffen können, erhöhte Ermüdbarkeit, Mattigkeit

Durchlebt ein Mensch über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen diese Symptome, kann dies auf eine Depression hinweisen. Begleitend dazu können weitere Beschwerden auftreten, z. B.  Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Schuldgefühle und Wertlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Suizidgedanken, Schlafstörungen oder Appetitverlust. Auch verschiedenen körperlichen Beschwerden können hinzukommen.

Depressive Erkrankungen verlaufen meistens in Phasen, die über mehrere Wochen oder auch Monate andauern können. Es kann eine depressive Phase auftreten, oder im Verlauf der Erkrankung auch mehrere.

Wie entsteht eine Depression und wie wird sie behandelt?

Es werden sowohl biologische Faktoren, familiäre Bedingungen als auch belastende Lebenserfahrungen in der Vergangenheit in Betracht gezogen. Aus diesen Faktoren ergibt sich ein mehr oder weniger hohes Risiko, an einer Depression zu erkranken. Kommen aktuell belastende Lebensumstände hinzu, können diese eine Depression auslösen. Manchmal ist auch nicht ohne weiteres nachvollziehbar, warum es zu einer Depression kommt.

Halten depressive Symptome über einen längeren Zeitraum an, sollte mit dem Hausarzt/Facharzt, Psychotherapeuten oder einer Beratungsstelle darüber geredet werden. Depressionen sind behandelbar. Es gibt unterschiedliche psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Auch Therapieformen wie Soziotherapie, Musik- und Ergotherapie, und Selbsthilfegruppen können hilfreich sein. Was überhaupt und zu welchem Zeitpunkt hilfreich ist, ist individuell auch verschieden.

Wichtig zu wissen: 

  • an einer Depression ist niemand "selbst schuld"
  • "Zusammenreißen" funktioniert nicht
  • depressive Symptome ernst nehmen und sich professionelle Hilfe suchen
  • als Angehörige/Freunde unterstützen, zuhören, ermutigen. Jedoch auch gut für sich selbst sorgen und evtl. eigene Beratung in Anspruch nehmen.

Für weitergehende Fragen können Sie sich gerne an Frau Gabriele Rein vom Gemeindepsychiatrischen Zentrum Freiberg wenden:

Gabriele Rein
Himmelsleiter 60, 70437 Stuttgart
Tel. 0711 / 8 49 49 10, Gabriele.Reindontospamme@gowaway.eva-stuttgart.de

Im Michaelshaus triff sich mittwochs um 18:00 - 20:00 Uhr 14-tägig eine Selbsthilfegruppe für Menschen in depressiven Phasen. Nähere Auskunft bei Herrn Ruoff, Tel. 0711 / 849 4911 61.