Pfarrplan 2024 und Gemeindeplan

Jetzt ist es amtlich: Der Evang. Oberkirchenrat hat dem Kirchengemeinderat Himmelsleiter mitgeteilt, dass die Pfarrstelle Himmelsleiter Mitte in Freiberg bis 2024 aufgehoben wird. Spätestens ab dem Jahr 2024 wird es also in der Kirchengemeinde Himmelsleiter nur noch zwei Gemeindepfarrstellen geben: Himmelsleiter Ost, Mönchfeld, und Himmelsleiter West, Rot. Vielleicht auch schon früher, dass kann derzeit niemand mit Bestimmtheit sagen. Bereits im Juni des vergangenen Jahres wurde die Gemeinde im Gemeindebrief über die Durchführung des Pfarrplans informiert. Der hauptsächliche Grund für die Streichung ist der Rückgang der Zahl der Gemeindeglieder in der Himmelsleiter, die binnen sechs Jahre um ca 1000 auf ca 4300 Gemeindeglieder gefallen ist. Im ganzen Dekanat Zuffenhausen sind die Gemeindegliederzahlen stark rückläufig. So werden die Gemeindepfarrstellen im Dekanat Zuffenhausen von derzeit 18,25 auf 14,50 Stellen bis 2024 reduziert.

Der Kirchengemeinderat Himmelsleiter muss nun darüber beraten, welche Auswirkungen die Streichung der Pfarrstelle Himmelsleiter-Mitte hat. Der Pfarrplan ist die eine Seite der Medaille, die andere ist der Gemeindeplan. Wie ist konstruktiv auf die Entwicklung in der Himmelsleiter zu reagieren?

Bezüglich der verbleibenden Pfarrämter ist im Kirchengemeinderat zu überlegen und zu entscheiden, wie die Dienstaufträge konkret zu gestalten sind. Es ist klar, dass zwei Gemeindepfarrer*innen nicht dasselbe leisten können wie drei Gemeindepfarrer*innen.

Bezüglich des Gemeindeplans diskutiert der Kirchengemeinderat über die Bildung einer Gesamtkirchengemeinde. Im April wird es eine gemeinsame Sitzung der Kirchengemeinderäte von Zuffenhausen, Zazenhausen und Himmelsleiter geben, in der ein erster konkreter Vorschlag zur Diskussion gestellt wird. Die Diskussion wird seither ausdrücklich ergebnisoffen geführt. Eine Grundsatzentscheidung für oder gegen eine Gesamtkirchengemeinde ist im Kirchengemeinderat Himmelsleiter noch nicht gefallen. Die Vor- und Nachteile müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Die Gemeinde wird über den Fortgang der Diskussion weiter informiert werden.

 Klaus Felix Müller, 1. Vorsitzender des Kirchengemeinderats