Die kleine Himmelsleitergeschichte

„Warum in die Ferne schweifen? - Sieh, das Gute liegt so nah.“ Frei nach J. W. von Goethe möchte ich Sie mit diesem Sprichwort zu einem Naherholungsgebiet mit vielen Sehenswürdigkeiten einladen. Die
Stadt Besigheim heißt alle willkommen auf dem Felsengarten-Rundwanderweg zur „Schönsten Weinsicht“. Doch, um die herrliche Aussicht auf Besigheim, die Enz und die steilen Weinberge  genießen zu können, muss zuerst die Himmelsleiter erklommen werden. Durch einen tiefen Hangeinschnitt führen 411 Stäffele 60 Meter steil bergauf zum Panoramaweg mit seiner einzigartigen
Aussicht. Eine Besichtigung der hübschen Altstadt von Besigheim und ein gutes Viertele Besigheimer Weines sollten Sie sich auch nicht entgehen lassen, zumal Besigheim mit dem VVS halbstündlich zu erreichen ist.
Bei einem Gang durch die Weinberge fallen mir unwillkürlich diejenigen Bibelstellen ein, in denen der Wein eine Rolle spielt. Im Psalm 104 heißt es so schön: „Der Wein erfreue des Menschen Herz“ und im Buch Prediger, das auch Kohelet genannt und dem König Salomo zugeschrieben wird, lesen wir: „Trink deinen Wein mit frohem Herzen“. Jedoch finden wir auch nachdenkliche Beispiele für den übermäßigen Genuss bei Lots Töchtern und bei Noah, die uns Mahnungen sein sollen. So warnt auch der Apostel Paulus in seinen Briefen die jungen Gemeinden, dass sie sich nicht mit Wein berauschen sollen. Doch die eindrücklichste Geschichte ist immer noch die vom ersten Wunder von Jesus, als er bei der Hochzeitsfeier in Kana Wasser in Wein verwandelt hatte, als damals der Wein ausgegangen war. Der Wein zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Christentums; denn bei der Abendmahlsfeier begegnet uns Jesus mit seinem Leib und seinem Blut in Form von Brot und dem Saft der Weinrebe. Wenn Sie es genau wissen wollen, was Sie im Himmel erwarten wird, dann lesen Sie im Matthäus-Evangelium Kapitel 26, Vers 29.

Einen schönen und gesegneten Sommer wünscht Ihnen
Ihr Heiner Leiterle