Die kleine Himmelsleitergeschichte

© Bild: Herder Verlag, Freiburg i.Br.

Es ist schon erstaunlich, wo sich überall Himmelsleitern finden lassen. Auch im Bereich von Musik und Lyrik bin ich fündig geworden. Von Birgit Kley, einer deutschen Chanson-Sängerin und Verfasserin von Liedern und Geschichten, erschienen Geschichte und CD mit dem Titel „Die Himmelsleiter - Lieder und Meditationen zu einem Traum“. Die Uraufführung fand auf dem Evangelischen Kirchentag 2001 statt. Mehrfach trat Birgit Kley mit ihrer Lyrik und ihren zarten und doch aussagekräftigen Liedern als Künstlerin auf Kirchentagen auf. Leben und Person des biblischen Jakobs faszinierten sie sehr, sodass sie zusammen mit Jonathan Schaffner und George Bizet 12 Lieder zu dieser uralten Geschichte komponierte und dichtete. Jakob war nicht nur ein Träumer, sondern auch ein bodenständiger Mensch. Schuld und Fehler, Aufbruch und Durchhaltevermögen prägten sein Leben. Ausgerechnet er war von Gott mit dem berühmtesten Traum der Menschheit beschenkt worden; nämlich mit dem Traum von der Himmelsleiter. Doch das Erstaunlichste daran ist, dass Gott seinen Segen dem schuldig gewordenen Jakob nicht versagte. Birgit Kley singt davon, wie Träumen und Segen Wunderbares auch bei jedem von uns bewirken können. Die Übertragung von Jakobs Traum in unsere heutige Zeit ist ihr wunderbar gelungen.

Ihre Musik und ihre Texte werden viele Menschen in ihrem Inneren bewegt haben. Daraus können Glauben und Gottvertrauen entstehen. Die Musik spielt in unserer Kirche eine wichtige Rolle. Nicht wenige Menschen haben durch sie ihren eigenen Zugang zu Gott gefunden. Auch dieses musikalische Bild von der Himmelsleiter ist Einladung und Herausforderung zugleich, um mutig den ersten Schritt auf die eigene Himmelsleiter zu wagen. Dabei dürfen wir Schuld und Versagen, Bitterkeit und Leid und alles, was uns beschwert Gott hinlegen. Wenn wir mit unseren Träumen zu ihm kommen, wird ER daraus Gutes und Segensreiches schaffen. Oftmals sieht das dann anders aus, als wir uns es vorgestellt haben. Doch wenn wir offen für Gottes Handeln sind, kann es auch heute noch Wunder geben; denn Gott meint es gut mit jedem Menschen.

Ihr Heiner Leiterle