Die kleine Himmelsleitergeschichte

Die Himmelsleiter- Sehnsucht nach morgen“ lautete der Titel eines zweiteiligen Spielfilms, der im  Februar 2015 von der ARD ausgestrahlt wurde. Die Handlung hatte das Chaos der Nachkriegsjahre zwischen 1945 und 1947 zum Inhalt und befasste sich mit dem Überlebenskampf der Menschen in Köln. Das Geld war nichts mehr wert, die Versorgungslage miserabel, die Stadt zerbombt und zu allem Übel hin trafen Opfer und Täter, Verlierer und Kriegsgewinnler aufeinander. Der damalige Kölner Kardinal Frings meinte, dass in solchen Notzeiten Überlebenstechniken wie Stehlen, Schwarzhandel und Hamstern erlaubt sein müssten. „Fringsen“ nannte man dieses über-die-Runden-zu-kommen. Auch der Warenschmuggel über verminte Waldwege ins nahe liegende Belgien erwies sich als eine Einkommensquelle. Himmelsleiter nannten die Schmuggler diesen Teil ihrer Route. Ob sich jene dabei wie auf einem Himmelfahrtskommando fühlten oder bescherte der Erfolg einer solchen Tour vielleicht sogar himmlische Glückgefühle?

Chaotische Zustände durch Naturkatastrophen, Kriege oder dem Verfall staatlicher Ordnung bringen uns die Medien ins Wohnzimmer. Da sollten wir dankbar sein, wie gut es uns geht, wie ordentlich alles bei uns organisiert ist und wie sicher wir leben. Natürlich gibt es auch bei uns Missstände und soziale Schieflagen. Doch diese stehen in keinem Verhältnis zu dem, was vielerorts auf der Welt Menschen zu erleiden haben. Auch wenn ich der Meinung bin, dass vieles in meinem Leben überhaupt nicht himmlisch ist, so ist es gut zu wissen, dass derjenige, der Himmel und Erde, dich und mich geschaffen hat, keinen Menschen und auch mich niemals vergisst und mich mehr liebt, als je ein Mensch lieben kann. Sich mit allem an unseren Herrn und Heiland zu wenden, ist die beste Überlebensstrategie. Der Weg zu ihm ist nicht vermint und ebenso wenig illegal. Im Gegenteil: Diese Himmelsleiter steht mir offen und sie wird auch meine Sehnsucht stillen. Herzliche Grüße,

Ihr Heiner Leiterle