Die kleine Himmelsleitergeschichte

Was gehört alles zur Weihnachtszeit? Unter den vielen Antworten werden sicherlich die Engel nicht fehlen. War es doch ein Engel, der den Hirten auf dem Feld bei Bethlehem die Geburt von dem Kind in der Krippe verkündigt hatte, und dann sang die Menge der himmlischen Heerscharen noch das bekannte „Ehre sei Gott in der Höhe“. Engel sind Boten Gottes, die mit einem ganz bestimmten Auftrag von Gott zu uns Menschen geschickt werden, ihren Auftrag mit unsichtbarer Hand erfüllen, um danach wieder zu verschwinden. In Jakobs Traum steigen Engel auf einer Leiter, die von der Erde bis zum Himmel reicht, auf und ab. Welchen Auftrag hatten sie zu erfüllen? Vielleicht sollten sie nur den Blick und das Ohr Jakobs nach oben lenken, weil Gott eine Verheißung für ihn hatte. Dieser Traum wurde zum Schlüsselerlebnis für Jakob.

Das Bild mit den zwei Engeln ist ein Teil des Himmelsleiter- Altarbildes von 1616 in der Annaberger Bergkirche St. Marien (Erzgebirge). Diese in den Jahren 1502/03 von den Bergleuten erbaute Kirche beherbergt die Ausstellung „Bergmännische Krippe“ mit 35 ca. 1,20 m großen geschnitzten Figuren. Mit der traditionellen Schnitzkunst und der Erinnerung an das bergmännische Leben wird die Weihnachtsgeschichte ins 19. Jahrhundert verlegt. Gerade in der Adventszeit werden Annaberg-Buchholz und das Erzgebirge mit seinen Weihnachtsmärkten, den Weihnachtspyramiden, Schwibbögen, Räuchermännchen und Schnitzereien gerne besucht.

Hatten sie auch einmal ein Schlüsselerlebnis, das Ihr Leben geprägt hatte? Als in dem Stall von Bethlehem Gott Mensch wurde, sollte das zu einem solchen für uns Menschen werden. Jesus kam, lehrte und hat den Tod überwunden, weil er unser Retter und Heiland sein will. Er möchte mit uns gehen und uns den Weg ins Reich Gottes bereiten. Manchmal schickt er mir dabei auch einen Engel, um mich aus einer misslichen Lage zu führen. „Vielen Dank, Sie waren mir ein Engel“, sagt man nach einer erhaltenen Hilfe oder Rettung. Doch sollten wir dabei nicht vergessen, dem zu danken, in dessen Auftrag dieser Engel gehandelt hatte. Danke HERR, dass du zu uns gekommen bist, und dass wir deine Geburt feiern dürfen.

Ihnen allen eine gesegnete und bewahrte Advents- und Weihnachtszeit,

Ihr Heiner Leiterle